Kirche im Rheinland beschließt
41-Stunden-Woche
21. Sep. 2023
In Ihrer Sitzung im Januar diesen Jahres hat die Synode im Rheinland ein Gesetz zur Arbeitszeitregelung im Pfarrdienst beschlossen, dass nachahmenswert ist: Endlich nach Jahren mühsamen Ringens in vielen Gliedkirchen (auch in der LK Hannover) um QUANTIFIZIERTE Dienstbeschreibungen im Gemeindepfarramt (für die Funktionspfarrämter gibt es das längst), hat die Kirche im Rheinland eine Setzung gemacht, die andere Landeskirchen, die noch immer von einer 48 Stundenwoche ausgehen (z.B. Bayern, Westfalen, Hannover) oder noch schlimmer: sich konstant wehren, den Dienst im Gemeindepfarramt überhaupt zu quantifizieren, ernsthaft bedenken sollten: Denn hier wird ein Schritt gemacht, die Fürsorgepflicht salutogenetisch in eine konkrete Form zu bringen angesichts steigender burnout-Erkrankungen und Frühpensionierungen, allgemein um sich greifenden Motivationsverlust in der Pfarrerschaft und einem gravierendem Nachwuchsproblem (1 stellige Immatrikulationen und weiterhin schrumpfende Zahlen im Vikariat).Damit hat sich die Kirche im Rheinland einen Standortvorteil geschaffen gegenüber anderen Landeskirchen, indem sie der Forderung der Generation Z nach einer ordentlichen work-life-Balance und Lebensqualität vs. Selbstausbeutung der Babyboomer-Generation entgegenkommt.
Pastorin Ellen Kasper
Vorsitzende der Pfarrvertretung Hannover
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